Ist es nicht originell, im Neuen Jahr mit dem Abnehmen zu beginnen?
Tatsächlich hat dieses Projekt schon am 19.05.2013 begonnen. Allerdings möchte ich jetzt auch darüber bloggen. Denn, let's face the Facts: ich bin übergewichtig
und wir sprechen hier nicht von ein bißchen "Muffin-Top", welches über
den Bikini-Bund quillt oder über sexy Kurven, sondern um medizinisch
krankhafte Ausmaße.
Das bin übrigens ich:
Mein Name ist Maike und ich bin 35 Jahre alt.
Dazu 1,72 cm groß und zum Start der Ernährungsumstellung 138 Kilo schwer.
Mein Alltag wurde immer beschwerlicher und ich immer schwerer. Je älter ich werde, desto weniger konnte ich mein (steigendes) Übergewicht anscheinend durch meine (schwindende) Jugend ausgleichen. Ab 30 geht’s echt abwärts, Leute. Auf einmal wurden in letzter Zeit auch kleinere Strecken zu Fuß anstrengend, Treppen steigen ein Todeskampf und überhaupt brachte mich alles auf Hochtouren, was mir ein Minimum an Bewegung abverlangte. Die Gelenke und Knochen knirschten und knackten, übrigens ebenso wie manche Sitzflächen, auf denen man sich niederlassen wollte. Die Einschläge kamen immer näher. Irgendwas im Lendenbereich schmerzte gelegentlich beim Gehen, mein Bauchnabel brannte neuerdings und alles mögliche scheuerte man sich wund, wenn man länger auf den Beinen war.
Nicht schön. Aber: der Mensch ist hart im nehmen. Er passt sich vielen Umständen an.
Nur so kann ich mir erklären, warum ich nicht schon vorher ein Einsehen hatte. Ich denke, das Leid muss einfach so groß werden, bis man es nicht mehr aushält. Erst dann WILL man Dinge ändern. Erst dann KANN man Dinge ändern. Es stimmt: Abnehmen beginnt im Kopf.
Natürlich habe ich in meinem Leben viele Diäten versucht und Abnehm-Versuche gestartet. Ich habe aber jede ziemlich bald aufgegeben, weil ich – so paradox es klingen mag – zwar theoretisch dünn(er) sein wollte, aber gleichzeitig wollte ich
nicht abnehmen. Ich wollte nicht weniger essen oder auf Süßes
verzichten. Ich erspare mir eine psychologische Ergründung hierfür. Fakt ist wohl, dass gerade wir Frauen das Essen nicht nur als Essen wahrnehmen, sondern immer mit komplexen Subtext versehen. Die Schokolade ist nicht nur Schokolade, sie tröstet, sie nimmt die Sorgen weg, sie gibt Halt. Zumindest kann ich das von mir sagen.
In meinem Zucker-Koma war ich eigentlich ein glücklicher Mensch. Ich habe einen Ehemann, der mich wahrhaftig so liebt, wie ich bin, ich habe einen Job, ich habe Familie und Freunde, die mich mögen, und wir alle sind gesund. Die Parameter sind also in Ordnung und ich bin dankbar dafür. Ich möchte aber auch gesund bleiben, vital und beweglich sein bzw werden und das Leben auf eine neue Art genießen.
Habt ihr Lust, mir dabei über die (speckige) Schulter zu gucken?
Ich stelle euch mal ein Rezept aus meinem Essensplan vor oder ein Buch
zu dem Thema oder ich unterrichte euch über Fortschritte (und womöglich
Rückschläge). Zudem gibts immer ein "Montags-Mantra" und eine "Sonntags-Sünde. Dazwischen ist alles möglich.
Gleichzeitig
möchte ich schon jetzt betonen, dass ich kein studierter Experte auf
diesem Gebiet bin (und selbst die sind sich noch nicht einmal einig!)!
Selbst wenn ich Tips gebe, sind das Erfahrungen, die ich für mich
gemacht habe oder Dinge, die bei mir funktionieren.
Ich
persönlich habe mich für die Variante der Ernährungsumstellung mit
Kalorien zählen entschieden und damit bereits etwas über 30 kg
abgenommen.
Ich würde mich wahnsinnig freuen, hier Gleichgesinnte zu treffen oder euch womöglich zu inspirieren. Seid ihr dabei??
Maike
Dieser Post erschien zunächst (in etwas anderer Form) bei www.nordundsued.blogspot.com
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